Eigentlich sollte es eine Fahrt ins Blaue werden.

Ins Graue wäre wohl passender gewesen. Aber Karlheinz Irnich, Vorsitzender der OG Neuss und alleiniger Organisator hatte alles im Griff, das Wetter eingeschlossen, wenn man von einigen nassen Tröpfchen absieht.

 

Schon der Start war eine Überraschung: kurze Ansprache im Bus und dann wieder aussteigen für einen informativen Spaziergang über die neue Hafenbrücke ins Neusser Hafengebiet mit anschließendem Frühstück in der Hafenbar. Sehr gemütlich, wie man den Bildern entnehmen kann.

Dann kam die zweite Überraschung: Zurück im Bus, der sich bis dahin noch nicht bewegt hatte, hieß es nun: Wir fahren nicht, wie bisher üblich, Richtung Eifel sondern… ins Ruhrgebiet und zwar an den Phoenix See. Jeder Fußballfan weiß natürlich, dass dies ein bevorzugtes Wohngebiet der Profis des Dortmunder BVB ist, für uns allerdings war es ein neues, spannendes Ziel abseits der bekannten Wanderstrecken. In der Tat, der vor uns liegende See bedeckt seit 2010 eine Industrielandschaft der Stahlproduktion, die hier nach 160 Jahren 2001 zu Ende ging.

Die vorgesehene Wanderung um den See, einschließlich Gipfelbesteigung (immerhin 138 üNN), war perfekt zeitlich abgestimmt, so dass wir nach knappen 2 Stunden die Promenade mit den zahlreichen Cafés trockenen Fußes erreichten.

Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Eine einstündige Expedition in unser Sonnensystem im Planetarium Bochum. Einmal Merkur – Neptun und zurück. Der Zeitpunkt war wieder optimal gewählt. Während wir im bequemen Sessel durchs Weltall schwebten, konnten sich Starkregen und Sturm im irdischen Raum mal so richtig austoben.

Aber was wäre ein erlebnisreicher Ausflugstag ohne Schlusseinkehr. Diese fanden wir nahe Krefeld im Landgasthof Hückels May unmittelbar an der alten Krefelder Landwehr, wo es 1642 und 1758 zu verlustreichen Schlachten kam. Die Einrichtung des Restaurants erinnerte unübersehbar an diese kriegerischen Zeiten.

Geselliges Beisammensein und schmackhafte Speisen vom Büffet leiteten einen gemütlichen Abend in stimmungsvoller Atmosphäre ein und verdrängten bald die blutigen historischen Ereignisse des Ortes in den Hintergrund.

Ein herzliches Dankeschön an Karlheinz Irnich für diesen tollen Tag!