Galgenvenn - klingt gruselig und genau das ist es auch: die Gegend, wo die frühere Gerichtsbarkeit ihre Bösewichte am Galgen aufknüpfte und danach im Sumpf entsorgte. Aber all dies ist an dem Samstagmorgen nicht zu spüren. Alle Teilnehmer sind pünktlich am Wanderparkplatz angekommen
und freuen sich gut gelaunt auf die Bewegung in der freien Natur.

Wir sind um 8 Uhr in Neuss, Parkplatz Marienkirche mit 8 Personen in 2 PKW gestartet.

Ziel war das Leudal an der Maas, kurz hinter Roermond in den Niederlanden. Von hier ging die Wanderung über knapp 15 Km, vorwiegend über schmale Trampelpfade durch Wald und Busch, an Bachläufen und Mühlen vorbei. Gut versorgt mit interessanten Erklärungen zu den Besonderheiten der Strecke konnten wir uns u.a. das Elisabeth Stift sowie die Elisabeth- und die Ursula Mühle ansehen bzw. besichtigen. Die abschließende Schlusseinkehr nach 5 Stunden Wandern durfte natürlich zur Stärkung für die Heimfahrt nicht fehlen.

Auf dem Lucasweg zur Müngstener Brücke

Es war, wie angesagt, eine anspruchsvolle, aber anstrengende Wanderung im Bergischen Land und führte über den Lucasweg zu interessanten Orten wie Halbachtalsperre, Wersbacher Mühle, Sengbachtalsperre, Schloss Burg, Wiesenkotten und Müngstener Brücke zum Ziel Solingen-Schaberg.

Viel trinken war auch angesagt, denn das Auf und Ab über 600 Höhenmeter war schweißtreibend und kräftezehrend. Kurz vor dem Ziel noch eine spannende Überraschung:

Wanderziel Naturpark De Meinweg

Trotz 97% Regen wahrscheinlichkeit trafen sich 18 Wanderfreunde am Neusser Hauptbahnhof. Und wurden belohnt: Schon beim Start in Dalheim, am „Eisernen Rhein“, hatte der Wettergott ein Einsehen und stoppte den Regen so wie wir aus dem Zug stiegen. Vielleicht hing das auch damit zusammen, dass unsere Tour zu mehreren Glücksorten und sogar ins Reich der Elfen führte. Ja, der Naturpark De Meinweg hat so einiges zu bieten. Wer mehr wissen will, ist mit einem Click auf die folgende Internet-Seite schon auf der richtigen Spur http://www.npr-meinweg.eu/.

Mit über 20 Teilnehmern am Start ging es zunächst mit der Bahn von Neuss nach Rheinbach.

Der Zielort empfing uns in Sommer- und Feierlaune mit Stadtfest und Oldtimertreffen, so dass es schon schwer war die Truppe zusammen zu halten und ohne Verluste auf die Wanderstrecke zu bringen. Durch den Rheinbacher Wald, z.T auf historischen Römerpfaden, erreichten wir die um 900 entstandene Tomburg. Hier war eine Pause fällig, mit herrlichem Fernblick bis hin zum Siebengebirge am Horizont. Die weitere Wegfindung erwies sich manchmal als schwierig auf Grund der oft verwirrenden Wegzeichen. Etwas Geduld war ab und zu gefragt.

Die Überschrift darf man wörtlich nehmen

denn an Mühlen fehlt es bei dieser Wanderung nicht. Der Tag beginnt bedeckt und glücklicherweise nicht so drückend heiß, wie die vergangene Woche. Also ideales Wanderwetter. Und - wie uns Dietmar, der Wanderführer, gleich zu Anfang verspricht - kaum Steigungen. Heute ist also Genusswandern angesagt. Dieser Genuss zeigt sich bereits nach der 2. Mühle (die erste haben die meisten gar nicht wahrgenommen, denn das Mühlrad fehlt). Ein wunderschöner See tut sich vor unseren Blicken auf mit dem stolzen Wasserschloss Tüschenbroich in der Mitte. Ein Stückchen weiter - noch am See - eine Gartenwirtschaft mit gedeckten Tischen und genug Platz für 20 Personen.

Gleißendes Licht und dunkle Wälder 

Wieder eine abwechslungsreiche Wanderung auf dem Neanderlandsteig. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren Schatten und Kühle im Wald willkommen. Auf versteckten, geheimnisvollen Pfaden ging es durch zum Teil gespenstig wirkende Gebiete des Erlenbruchwaldes. Aber auch idyllische Plätzchen lagen am Wegesrand, u.a. der Park Morp mit seiner vielfältigen Fauna und Flora. Eine spannende Route hatte die Wanderführerin für die 30 Teilnehmenden erarbeitet und, wie immer, für eine gesellige Schlusseinkehr mit reservierten Plätzen, diesmal am Unterbacher See, gesorgt.

Ein Wanderbericht von Rita Linnartz vom 05.06.2017

Wir fahren mit 2 Autos = 10 Personen um 9 Uhr ab Stadthalle Neuss. Um 9,45 Uhr machen wir einen kleinen Zwischenstop an den römischen Meilensteinen, eine ausführliche Beschreibung finden wir auf großen Hinweistafeln. Dann noch 1/4 Stunde bis zum unserem Parkplatz.

Wir laufen dann alle ca. 1/2 Stunde hoch zum "Inselsee", hier leuchten uns wunderschöne Seerosen entgegen. Dann trennen sich die Wege. Hans geht mit 8 Wanderern hoch zum Steinkompass, dann quer über die Höhe zum "Römerturm"-"Steinstrasser Wall", hier wird eine kleine Mittagspause eingelegt.