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Auf der ersten Etappe des Rheinburgenwegs von Rolandseck nach Remagen.

Rheinromantik erfasste uns schon beim Ausstieg aus dem Zug in Rolandseck, wo sich das Arp Museum befindet, das dem Künstlerpaar Hans und Sophie Arp gewidmet ist. Dort finden wechselnde Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt.

 Dann hatten wir schon das  Schloss Marienfels im Blick und gleich folgte der erste steile Aufstieg zum Rolandsbogen. Hoch oben  über dem Rhein thront die Ruine der ehemaligen Burg Rolandseck und der Ausblick über das Siebengebirge mit Drachenfels, Petersberg und unten im Rhein die Insel Nonnenwerth war überwältigend.

Es ging weiter durch den Laub- und Ilexwald zur Dietrichshütte. Vorher wurden wir von einem kurzen aber heftigen Schneeschauer überrascht. Der April machte seinem Namen wieder Ehre, denn anschließend hatten wir strahlenden Sonnenschein. Die Zwangspause wurde kurzerhand als Frühstückspause genutzt (siehe Bild).

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In stetigem Auf und Ab im Wald am Wildgehege und am Waldschlösschen vorbei führte uns der Weg zur Apollinariskirche. Diese, im Jahr 1857 erbaute neogotische Kirche, ist mit 68 Fresken und 580 Figuren bestückt und ist bis heute eine Wallfahrtskirche.

Von der Höhe glitt unser Blick über den Rhein zur Erpeler Lay und zu den Überresten der 1945 zerstörten Eisenbahnbrücke.1980 wurde auf Remagener Seite im Inneren des Brückenportals ein Friedensmuseum errichtet. Eine Gedenkstätte des Friedens und ab 2003 mit Ausstellungen u.a. über das für 50.000 Kriegsgefangene errichtete Lager an der Goldenen Meile, das sich auf den Rheinwiesen bis nach Sinzig erstreckte.

Nach dem letzten Abstieg nach Remagen durfte die Schlusseinkehr in einem Brauhaus direkt am Rhein nicht fehlen. Für die 18-köpfige Wandergruppe ging ein anstrengender aber erlebnisreicher Tag in gemütlicher Runde zu Ende.

Text von Bernadette Karbe
Bilder von Maggy Wolke und Bernadette Karbe