Radwanderung des Eifelvereins Neuss am Samstag, 22. August 2020
- Kultur und Kunst in Büderich –
Diese Radwanderung war eine Wiederholung der Tour vom 18. Juli 2020, und zwar deswegen, weil doch Einige beim ersten Termin wegen der Coronabestimmungen nicht mitfahren konnten. So fuhren wir denn, drei Herren und 4 Damen, um 14 h vom Güterbahnhof Neuss aus in Richtung Büderich zum Dyckhof in Niederdonk. In der neuen Rösterei in den Nebengebäuden ließen wir uns den Kaffee gut schmecken. Foto Nr. 3


Vorbei am Kaffee Schwarz bestaunten wir die Niederdonker Kapelle mit ihren Schätzen; sie gilt als die Keimzelle von Niederdonk. Foto Nr. 4
Über den alten Kreuzweg „Sieben Schmerzen Maria“ ging es gerade-wegs auf die katholische Kirche St. Mauritius zu. Hier trafen wir zum ersten Mal auf Mataré, nämlich Sonja, seine Tochter, die hier den Reliquienschrein für Hildegunde von Meer, der Gründerin des Klosters Meer, entworfen hat. Die pralle Sonne brachte die Glasfenster wunderbar zum Strahlen.
Am Rathaus vorbei bestaunten wir auf dem Friedhof gleich am Eingang das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus im letzten Krieg, gestaltet von Peter Rübsam. Foto Nr. 5
Von dort aus auf dem Weg zur Friedhofskapelle erinnert ein von ihm selbst entworfener Grabstein an den großen Künstler Ewald Mataré, den Bildhauer, Medailleur, Graphiker und Maler.
Von 1932 bis 1965 wohnte er hier in Büderich; seine Spuren hat er in vielen großen Städten der Welt hinterlassen: Köln, Düsseldorf, Salzburg, Bremen, Hiroshima usw. Berühmte Künstler sind bei ihm „in die Schule gegangen“, nämlich Josef Beuys, Erwin Heerich (Entwurf der Häuser auf der Museums-insel Hombroich, Georg Meistermann, Elmar Hildebrandt u.v.a. Vor und nach seiner Verfemung war Mataré Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Auf der Dorfstraße zeugt der Alte Kirchturm (aus dem 13, Jh) davon, dass sich hier das Ortszentrum befand. Das Portal und das im Innern hängende Friedenskreuz von Josef Beuys machen diesen Turm seit 1959 zum Mahnmal für den Frieden. Foto von Helga Hoffmann
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Am Ende der Dorfstraße entdeckten wir den schönen Rundbrunnen, der nach Matarés Tod errichtet worden ist. Am Brunnen entlang verläuft die Mataré -Straße.
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Nicht weit von hier kann man mit wachen Augen sein Wohnhaus, ganz verwunschen gelegen und umgeben von Wildblumen, erkennen. Dort wohnt heute noch seine hochbetagte Tochter Sonja. Foto Nr. 6

Abweichend von der ersten Tour bewogen uns dunkle Wolken, nicht mehr am Rhein entlang zum Alten Bahnhof nach Oberkassel zu fahren, sondern hier im Gasthof „Zur Kastanie“ einzukehren, wo wir mit leckeren Pommes aus Süßkartoffeln überrascht wurden.
Durch den Meerer Busch und an der Lauvenburg vorbei ging es frohen Mutes wieder heimwärts.

Bilder: 3, 4, 5, 6

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Text: Helga Peppekus
Bilder: Detlev Schäkel und Helga Hoffmann