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Sir Francis Drake in Plymouth

Bericht über die Kulturfahrt des Eifelvereins Neuss nach Südengland/Cornwall im Mai 2018

Der Tag hat längst begonnen und viele fleißige sind schon auf dem Weg zur Arbeit. Wir aber saßen im Omnibus und begannen am 28.4.18 in Neuss um 6.30 Uhr unsere Kulturfahrt in’s Land der Druiden und der Royals usw.

Der von unserem sehr routiniert und sicher fahrenden Busfahrer gelenkte Bus hatte nun ein anspruchsvolles Pensum aus Autobahnen und extrem engen Landstrassen zu bewältigen, nachdem die ruhige Fährüberfahrt von Calais nach Dover geschafft war.

Der erste Tag brachte uns von Dover mit seiner beeindruckenden Kreideküste durch das leicht hügelige von grünen Wiesen mit unzähligen Hecken bestimmte Südostengland. Ein besonderes Highlight war dabei die kleine Dorfkirche All Saint’s Church von Tudeley mit seinen von Marc Chagall gestalteten bunten Glasfenstern.

Nach der ersten Übernachtung und einem reichhaltigen Frühstück ging es vom Hotel Holiday Inn in Reading zunächst zu den immer noch weitgehend im Dunkeln der Geschichte liegenden Steinen und Steinkreisen von Stonehenge. Trotz des recht kalten Wetters waren schon sehr viele frierende Menschen unterwegs, um die höchst eindrucksvollen Zeugen der Vorzeit staunend zu besichtigen. Danach ging’s nach Exeter der Hauptstadt von Devonshire mit seiner eindrucksvollen normannisch romanischen Kathedrale.

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Stonehenge

Am selben Tag noch weiter nach Plymouth, wo unser Standorthotel schon auf uns wartete.

Von Plymouth aus wurde am 30.4.18 der sagenumwobene Dartmoor Nationalpark bei bestem Sonnenschein erkundet. Die Landschaft bot einen wunderbaren Anblick mit ihren fließenden Hügeln, den grünen Wiesen, ginsterähnlichen gelben Büschen, den unzähligen Schafen und Ponys. Der Eindruck eines düsteren gefährlichen Hochmoores konnte so auf keinen Fall aufkommen.

Sehr archaisch wirkend war die aus Riesensteinen gebaute sog. Clapper Bridge in Postbridge. Das beschaulich und verträumt wirkende Moor-Dörfchen „Widecombe-in-the Moor“ vervollständigte das Bild vom heutzutage schönen und friedlichen Dartmoor.

Am selben Tag noch erreichten wir Torquay die „Palmenstadt an der englischen Riviera“ mit ihren Palmen und farbenfrohen Blumenbeeten.

Am 4. Tag der Reise wurde „Land’s End“ die südwestlichste Landzunge des britischen Festlands erreicht. Die steilen Klippen sind beredte Zeugen der Kraft des unablässig arbeitenden Meeres. Direkt vor der Küste ist St. Michels Mount zu besichtigen. Diese kleine vorgelagerte Insel wirkt wie ein verkleinertes Abbild des Mont Saint Michel in der Normandie.

Vorbei an den Resten des Kupfer- und Zinnbergbaus wurde am Nachmittag das berühmte Künstlerdorf  St. Ives an der Nordwestküste erreicht. Kleine Gassen mit Kunst und Kunsthandwerk, weite Strände bestimmen den Charakter  dieses Künstlerdorfs.

Der folgende Tag – der 2.5.18 – begann mit einer Besichtigung eines der schönsten , historischen Country Houses: Lanhydrock House & Garden. Das in seinen Innenräumen im viktorianischen Stil eingerichtete Gebäude ist umgeben von einer Parklandschaft mit typisch englischem Garten. Das Innere des Hauses gab einen faszinierenden Einblick in das einstige Leben am Hofe und es ist so gut erhalten und gepflegt, dass man meinen könnte, die Bewohner seien nur kurz mal außer Haus.

Auf dem Rückweg zum Hotel nahmen wir noch den kleinen malerischen Fischerort Polperro mit.    

Am 3.5.18 verließen wir Plymouth und machten einen Besuch in Bath, der schon in römischer Zeit durch ihre heißen Quellen als Bäderstadt bekannten Universitätsstadt mit historischem Stadtkern.

Bevor wir Bath erreichten, konnten wir noch die sehr eindrucksvolle Cheddarschlucht bewundern, an deren Eingang der kleine Ort Cheddar liegt, der den dort produzierten Käse weltbekannt gemacht hat.

Nach der Übernachtung in Basingstoke schlug die Stunde des Abschieds und die Fähre brachte uns bei ruhiger See und Sonnenschein wieder zurück auf’s Festland.

Zurück bleiben schöne Erinnerungen an eine sehr interessante und durch Frau Eva Nüsser sehr kompetent und unterhaltsam geführte Englandtour.

Text und Bilder: Dr. Wolfgang Jordan