Unsere Wanderung begann mit der Überquerung der Ruhr in Witten
und es dauerte nicht lange bis wir das Schloss Steinhausen mit Herrenhaus aus dem 13 Jh. erreicht hatten. Erstaunlich die außergewöhnliche Ausstellung auf dem Gelände des Schlosses:
zahlreiche Skulpturen der Shona aus Simbabwe und aus Schrottteilen hergestellte Tiere wie Elefanten und Giraffen. Alles schöne Fotomotive.

In Richtung Muttental wurden wir von vielen Infotafeln am Wegessrand begleitet und bekamen so einen Einblick in die Anfänge der über 450-jährigen Geschichte des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet. Am Bethaus vorbei, einem um 1830 errichteten Versammlungsort für die Bergleute aus den damals über 60 im Wald zerstreuten Kleinzechen. In der Schmiede, die sich dort befindet, wurden die Werkzeuge der Bergleute repariert.
Schließlich gelangen wir zur Zeche Herberholz, wo alte Maschinen, Pumpen, Loren und anderes Gerät zu sehen sind. Die Instandhaltung wird durch ein Förderverein sichergestellt. Eine Führung vermittelte uns ein Gefühl für die schwere Arbeit unter Tage sowie einen geschichtlichen Überblick von den Anfängen bis zur Schließung der letzten Zechen.
Es ging weiter durch den Vormholzer Wald, an Wiesen und Pferdekoppeln vorbei zum Ruhrhöhenweg, der sich teilweise auf einem schmalen Pfad durchs Unterholz und Waldrand entlang schlängelte. Die Panoramablicke über das ganze Tal und zur Burg Blankenstein ware überwältigend.
Schließlich erreichten wir Hattingen mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Das kleinste, das Bügeleisenhaus, ist heute ein Museum und im alten Rathaus schüttelt Frau Holle zur Adventszeit die Federbetten aus.
Nach der abwechslungsreichen Wanderung freuten sich alle über eine Stärkung und kühle Getränke, denn das Wetter hatte es gut mit uns gemeint. Mit vielen neuen Eindrücken über das Ruhrgebiet kehrten wir zufrieden nach Hause zurück.

Text: Bernadette Karbe
Bilder: Bernadette Karbe und Maggy Wolke