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Kurz war die Anreise nach Benrath.

Vom Schloss, dessen Außenarchitektur im repräsentativen Barock-Stil gehalten ist, führte unsere Wanderung durch die großzügigen Parkanlagen, vorbei am Spiegelweiher zum Alten Fischerhaus in Richtung Rhein.

Auf schmalen Pfaden erreichten wir den Alten Rhein und die Urdenbacher Kämpe, die einzige nicht eingedeichte Auenlandschaft am oberen Niederrhein. Das Naturschutzgebiet misst 300 bis 400 ha und ist ein wahres Refugium für Reiher, Enten, Schwäne, Pirole und vor allem für Eisvögel, die man hier gerne beobachten kann. Pappeln, Weiden, Eschen, Stieleichen sind nur einige von den vielen Baumarten, die sich an die Überschwemmungslandschaft angepasst haben.

Für eine kurze Pause bot sich Haus Bürgel an. Das ehemalige römische Kastell ist von Viehweiden und Streuobstwiesen umgeben. Es beherbergt eine Biologische Station und ein Römisches Museum sowie eine Kaltblutzucht.

Eine ausgedehntere Rast erfolgte an der Rheinfähre, die Zons mit Urdenbach verbindet.
Schlusseinkehr war dann im Gasthof zum Alten Rhein, wo wir uns aufwärmen und stärken konnten. Von dort aus ging es durch die Schlossanlage zurück zum Benrather Bahnhof.

Die nasse, ungemütliche Witterung hat uns eine echt naturnahe Wanderung mit Matsch und Regen beschert, uns aber gleichzeitig die Schönheit den Reiz des Niederrheins an einem grauen Herbsttag gezeigt.

Dass das Wetter beim Eifelverein absolut keinen Einfluss auf Wanderfreude und Geselligkeit hat, beweisen die Aufnahmen in der Bildergalerie…

Unterwegs kam die Frage auf was denn Kämpe bedeute? Hier die Antwort: „die Kämpe“ ist die Mehrzahl von „der Kamp“ (lat. campus) und bezeichnet lt. Duden u.a. ein eingehegtes/flaches Feld oder einfach ein Stück Land.

Text: Bernadette Karbe
Bilder: Charles Jacoby, Maggie Wolke, Bernadette Karbe