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Kalter Wind und Wintersonne: Eine optimale Kombination für eine kurze Wanderung an der frischen Luft.

Und wie zu Corona Zeiten üblich, zu zweit.
Startpunkt: St. Stephanus in Grefrath. Angepeilt war zunächst Röckrath über die Trockenpützstraße, dann, nach der Unterführung rechts ab in die endlos erscheinenden Felder - vielfach verspargelt - Richtung Lüttenglehn.

Hier kurze Pause und Besichtigung der schmucken Kapelle, ursprünglich 1771 als Bethäuschen zur Abwehr von Viehseuchen errichtet.

Nächstes Ziel war der Birkhof, in dessen Nähe sogar Mammutbäume Wurzeln geschlagen haben. Hinter dem Café Tulpenfeld kam Büttgen schon in Sicht. Kurzer Gruß an Jahn von Werth (wer ihn noch nicht kennt, dem hilft Wikipedia) und weiter zur Braunsmühle. Leider auch hier alles geschlossen. In dieser landwirtschaftlich geprägten Region wird ja vieles zum selbstschneiden/pflücken geboten, sogar Unkraut! Direkt an der Mühle.
In Richtung Süden kam nun ein Bergrücken ins Blickfeld. Andernorts werden solche topographische Anomalien auch als „Monte Klamott“ bezeichnet.
Kurze Zeit später, in Höhe des Artenschutzackers, kam es zu einer interessanten Begegnung mit einer Rettungshundestaffel der Feuerwehr. Die Tiere, die zunächst etwas Unbehagen auslösten, hatten hier die Gelegenheit sich wild auszutoben. Ein kurzes Gespräch mit dem Hundeführer klärte über die wertvolle Rolle der Hunde in Notsituationen auf.
Zum Schluss noch ein kurzer historischer Exkurs: Die Anhaltspunkte in dieser ländliche Umgebung sind wirklich unübersehbar. In früheren Zeiten führten zahlreiche Bittprozessionen über die Felder, um Schutz vor Sturm und Hagel zu erflehen. Eine ganze Reihe von Wegkreuzen und Fußfällen bezeugt dies. Im Kreuz am Kiwittenberg sollten die Wetterdämonen sich verfangen und somit keinen Schaden anrichten können. So der damalige Glaube.
Die letzte Etappe führte zum Fußfall am Böckshof - erstmals im 13. Jh. erwähnt, heute eine Wohnanlage – und mündete in einer Baumschule, wo gerade zwei Rehe Schutz suchten. Ein schöner Abschluss!