
Alle Bahnen fahren pünktlich- das ist ein guter Auftakt für unsere Wanderung in den
Düsseldorfer Norden.
Zu neunt starten wir Richtung Nordfriedhof und müssen schon gleich unsere Mützen tief
ins Gesicht ziehen, den Kragen hochschlagen und die Regenschirme festhalten. Der
eisige Wind, gepaart mit Hagel und Regen kann uns aber nichts anhaben, wir sind voll
motiviert.
Am Friedhof angekommen ist die Wolke durchgezogen, blauer Himmel und Sonne
begleitet uns nun.
Dieser größte und älteste Friedhof Düsseldorfs ist eine grüne Lunge,
eine Oase für Ruhe und Stille. Wenn nicht gerade mit dem Laubbläser die Wege
gesäubert werden!
Wir schauen uns viele alte Grabsteine an und stehen unter anderem
am Grab von Johanna „Mutter“ Ey, Galeristin und Förderin für moderne Malerei.
Gemütlich wandern wir weiter zum Nordpark. Dieser Park wurde 1936 für eine
Propagandaaustellung der Nationalsozialisten geplant und ein Jahr später eröffnet.
Bestimmt wird das Bild durch die 170 Meter lange Wasserachse, schön das die
Wasserfontänen schon plätschern.
Nun holt uns das schlechte Wetter wieder ein. Schade, die Sicht auf Rhein und Rheinturm
nun verregnet. Wir schlängeln uns jenseits der Mauer auf einem schmalen Pfad entlang
und holen uns dabei nasse Hosenbeine. Aber urig ist er allemal.
Über Ehrenhof und Hofgarten nähern wir uns nun unserem Ziel in der Neubrückstraße,
dem Café Mutter Ey. In gemütlichen, farbigen Samtsesseln lassen wir uns Kaffee und
Kuchen schmecken und fanden den gemeinsamen Nachmittag mitten in der Woche wunderbar.
Wanderbericht (26.03.2026) und Bilder von Anja Progl