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 Alle  geplanten Veranstaltungen/Wanderungen mussten coronabedingt bis auf weiteres abgesagt werden. Unser Vorsitzender, Karlheinz Irnich, macht uns allen aber immer wieder Mut, wie jetzt auch zu Ostern in seinem Rundschreiben.

Und hier noch ein Lobgesang aufs Wandern, gereimt und gedichtet von unserem Musiker
Reinhard Faßbender

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Wandertour von der Stange?

Kaum Planungsaufwand und Wandertourenportale gibt es ja reichlich. Also warum nicht? Der Track war schnell heruntergeladen. Und los geht’s. Ziel: NSG Brachter Wald.

Wir hatten uns eigentlich eingestellt auf idyllische Wanderpfade durch schattige Wälder und über blühende Wiesen. Aber diese waren dünn gesät. Doch sie sind vorhanden, man muss nur wissen wo. Denn auf dem vorgegebenen Track entpuppten sich 2 Drittel als schnurgerade verlaufende Schotterpisten und Asphaltwege.

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Die Hochfläche empfing uns mit eisigem Wind.

Liegengebliebener Schnee erinnerte an den vergangenen Winter und lud zur spontanen Schneeballschlacht ein. Regina landete sofort einen Volltreffer. Pech für Dieter!

Nach diesem kurzen Aufwärmen tauchten wir in die Stille der Heide- und Ginsterlandschaft ein. Kein Mensch weit und breit. Natur pur.

Von der Höhe bewegten wir uns nun stetig abwärts in den Schutz der Wälder. Schnell fließende Bäche berauschten uns im doppelten Sinne, aber auch schwierige Abschnitte blieben uns nicht erspart.

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Lieber Otto,

wir, die Mitglieder des Eifelvereins, die Musikanten, die Wanderführer und der gesamte Vorstand gratulieren Dir ganz herzlich zur Vollendung des 95. Lebensjahres. Dein wacher Geist, Deine Energie, Deine Aktivitäten sind bewundernswert.

Viel hast Du in Deinem bisherigen Leben für die Mitglieder des Eifelvereins getan: Als Wanderführer hast Du uns die Landschaft, die Natur, die Flora und Fauna unserer näheren Heimat, aber auch der Eifel kenntnisreich nahegebracht.

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Aus Faust I, Johann Wolfgang von Goethe

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

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Die heutige Wanderung führte zur Japanischen Kirschblüte an der Langen Foundation.

Die ersten Frühlingsblüher stellten sich auf der ehemaligen Raketenstation ein, und entlang der Erft auf dem Heimweg, besonders schön Teppiche von Buschwindröschen.
Zur Erinnerung: Das Museum der Langen Foundation hat der japanische Architekt Tadao Ando entworfen, der seine Bauwerke gern in den Boden baut und im Wasser spiegeln lässt, im Auftrag des Stifterpaares Langen. Das Gelände der Raketenstation brachte der Kunstmäzen Karl-Heinrich Müller in die von ihm gegründete Stiftung Museum Insel Hombroich ein unter der Maxime Kunst parallel zur Natur.

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Ursprünglich als Abbraumhalde des Hambacher Tagebaus entstanden,

hat sich die Sophienhöhe im Laufe der Jahre zu einem einzigartigen Natur- und Freizeitparadies entwickelt. Seit mindestens 10 Jahren bietet der Eifelverein Wanderungen dorthin an. Hans und Rita Linnartz hatten dieses spannende Ziel wohl als Erste entdeckt. Spannend ist dieses Wandergebiet im wahrsten Sinne des Wortes, denn diese von Menschenhand geschaffene Landschaft unterliegt einem ständigen Wandel. Laufend werden neue Sehenswürdigkeiten und Landschaftsbilder geschaffen. Ein Ausflug dorthin lohnt sich allemal.

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Seltenes Wintervergnügen auf zugefrorenen Rheinwiesen

Menschenkarawanen suchten am Wochenende eine willkommene Abwechslung zum Corona-Alltag und fanden sie auf den gigantischen Eisflächen der Uedesheimer Rheinwiesen. Sie waren unterwegs mit Bollerwagen, Schlitten, Schlittschuhen, Picknickkörben, heißen Getränken, Regiesesseln ─ alle dick eingemummelt, um der klirrenden Kälte bei strahlendem Sonnenschein zu trotzen. Auf dem Eis tummelten sich blutige Anfänger im Schlittschuhlaufen neben Pirouetten drehenden Kürläufern.

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Nein, einen Schlitten hatten wir nicht dabei, dafür aber Spikes unter den Sohlen.

Und das war gut so, denn ohne diese wären wohl kaum auf die Gerresheimer Höhen gekommen. Ein Navi hatten wir auch dabei. Und auch das war gut, denn verschiedene Wege und Pfade waren unter der Schneedecke nicht immer auszumachen. Doch Navis haben auch Ihre Macken, so dass grobe Ortskenntnisse und vor allem der gesunde Menschenverstand sich als die (manchmal) besseren Orientierungshilfen erweisen. Aber nun genug der Technik.

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Liebeserklärung an den Uedesheimer Rheinbogen von Ulla Quack.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Im jetzigen Lockdown können wir nur unsere Gedanken und unsere Fantasie auf die weite Reise schicken, denn die Realität mit den hohen Corona-Fallzahlen holt uns schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Aber es gibt auch Kleinode in unmittelbarer Nähe, die einen Ausflug lohnen. Ein Schatz direkt vor unserer Haustüre ist das Naturschutzgebiet Uedesheimer Rheinbogen.

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Was bleibt im Moment vom Wandern: zu zweit, gerade noch mit einer weiteren Person, Ehefrau, Ehemann, Freund oder Freundin loslaufen.

Haben wir gemacht, Veronika und ich, und damit es nicht zu eintönig wird und die Neugier befriedigt wird, an den Rhein. Mal bei Sonnenschein, mal bei Regen, wir haben ja derzeit von allem was. Es ist beeindruckend, welche Breite der Rhein an manchen Stellen jetzt erreicht. An der Kardinal-Frings-Brücke erreicht er etwa die doppelte Breite gegenüber normalen Zeiten.